KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund

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Im November 1944 wurde in Ladelund/Nordfriesland eines von 87 Außenlagern des KZ Hamburg- Neuengamme errichtet. In nur 6 Wochen wurden von den 2000 Häftlingen mehr als 300 ermordet. Sie stammten aus 13 Nationen, 110 kamen aus dem niederländischen Dorf Putten. Die Toten wurden am Rande des Dorffriedhofs begraben, ihre Namen in den Kirchenbüchern der Gemeinde verzeichnet.

Die Gräber sind seit 1950 Mittelpunkt des Gedenkens und der internationalen Begegnungen mit Angehörigen und Nachkommen der Opfer. Die KZ-Gedenkstätte Ladelund ist damit eine der ältesten Gedenkstätten Deutschlands. Zeitzeugen und Interessierte aller Generationen treffen sich hier auf der Basis langjährig gewachsener Verständigung, Versöhnung und Friedensarbeit.

Das Dokumentenhaus in Sichtweite der Gräber beherbergt eine historische Dauerausstellung und bietet gute Möglichkeiten, sich über die Geschichte des KZ Ladelund zu informieren, an Veranstaltungen und Begegnungen teil zu nehmen und die Gedenkstätte als außerschulischen Lernort zu nutzen.