Gedenkstätte Lutherkirche


1937 wurde die Lübecker Lutherkirche als eine von wenigen Kirchen während der NS-Zeit gebaut. Sie weist typische Merkmale repräsentativer Bauten aus dieser Zeit auf und wurde mit Kunstwerken ausgestattet, die von völkisch-nationalistisch orientierten Künstlern gefertigt wurden.

Auf der Empore der Kirche erzählt heute die Ausstellung "... ich kann dich sehen." Widerstand, Freundschaft, Ermutigung der vier Lübecker Märtyrer von dem Weg einer evangelischen Gemeinde in den Nationalsozialismus und von ihrem Pastor Karl Friedrich Stellbrink. Dieser kam als überzeugter Nationalsozialist an die Gemeinde, vollzog einen inneren Wandel, kehrte sich ab, widerstand und wurde als einer der vier „Lübecker Märtyrer“ zusammen mit den drei katholischen Kaplänen Johannes Prassek, Hermann Lange und Eduard Müller am 10. November 1943 nach einem Urteil des Volksgerichtshofes hingerichtet. Konfessionelle Schranken überwindend, hatten die vier Geistlichen ihr Wort gegen die Christus- und Menschenfeindlichkeit des NS-Regimes erhoben.