KIEL-RUSSEE

Bürgerstiftung
Schleswig-Holsteinische
Gedenkstätten

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Gedenkort "AEL Nordmark" Kiel-Russee

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Das Arbeitserziehungslager Nordmark wurde durch die Gestapo im Juni 1944 errichtet und bestand bis Kriegsende. Die Inhaftierung unter den KZ-gleichen Haftbedingungen hatte die Aufgabe der Disziplinierung insbesondere der Zwangsarbeiter. In dem Jahr des Bestehens waren hier insgesamt etwa 4-5.000 Menschen inhaftiert, von denen 578 ums Leben kamen.

Nach 1945 wurde die Existenz des Lagers bald verdrängt. 1971 und 1985 wurden jeweils durch kirchliche Initiativen Gedenksteine aufgestellt. Auf Drängen des 1980 gegründeten Arbeitskreises Asche Prozess beschloss die Ratsversammlung 1983 die Einrichtung einer Dokumentations- und Gedenkstätte, ignorierte aber den eigenen Beschluss. Mit EU-Mitteln und der Unterstützung einzelner Ratsmitglieder ließ der AKENS schließlich 2003 den Gedenkort in der heutigen Form errichten.