KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen

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Ein "KZ" vor aller Augen? Unmittelbar an der B4 befand sich von August 1944 bis April 1945 das KZ-Außenkommando Kaltenkirchen, eines von vielen Außenlagern des KZ Neuengamme in Hamburg.

Das Lager war im Auftrag der Wehrmacht eingerichtet worden. KZ-Häftlinge mussten unter unmenschlichen Bedingungen Zwangsarbeit leisten, um die Start- und Landebahnen auf dem Militärflugplatz Kaltenkirchen für den neuen düsengetrieben Jagdbomber zu verlängern.

Die Häftlinge stammten zum größten Teil aus der Sowjetunion und Polen, viele kamen aber auch aus Frankreich, Belgien, Holland und anderen Ländern. Die Todesrate war sehr hoch. Massengräber befinden sich auf der anderen Seite des ehemaligen Militärgeländes in Moorkaten.

Der 1999 gegründete gemeinnützige Trägerverein KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen will die Erinnerung daran wach halten, dass Lager überall im Reichsgebiet alltäglich und sichtbar waren. Besucher können sich im Ausstellungsraum multimedial über die Geschichte des Lagers und das System des Nationalsozialismus in der Region informieren.

Das Gelände ist frei zugänglich.